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Projektbeschreibung

Institutionenökonomische Beurteilung der Ausgleichsmechanismen in der Eingriffsregelung unter Berücksichtigung von Erfahrungen aus den USA


Ziel:
Gegenstand des Forschungsvorhabens ist eine institutionenökonomische Analyse und Bewertung der Ausgleichsmechanismen in der städtebaulichen Eingriffsregelung in Deutschland sowie des Wetland Mitigation in den USA. Die Ergebnisse sollen zu Empfehlungen für eine effiziente und effektive Ausgestaltung der Ausgleichsmechanismen führen, insbesondere im Hinblick auf eine Qualitätssicherung von Ausgleichsbevorratungen (Flächenpools und Ökokonten) in Deutschland.


Beschreibung:
Empirische Untersuchungen von Ausgleichsprojekten, die vom Eingriffsverursacher umgesetzt werden sollten,weisen auf ein Kontroll- und Vollzugsdefizit in der Eingriffsregelung hin. Aus ökonomischer Perspektive besteht das Problem darin, dass Anreize für die erfolgreiche Umsetzung und langfristige Sicherung einer Ausgleichsmaßnahme bei verschiedenen Akteuren (Vorhabenträger als Ausgleichspflichtiger, Behörde als Kontrolleur) fehlen. Damit bleibt das Ziel der Eingriffsregelung, der Erhalt des Status quo von Funktionen und Werten des Naturhaushalts, systematisch unerreicht.

Mögliche Lösungsansätze haben sich sowohl in Deutschland, insbesondere seit 1998 mit der Flexibilisierung der Eingriffsregelung im BauGB, als auch in den USA entwickelt. Im Rahmen der Promotion werden folgende Ausgleichsmechanismen untersucht:

Bereitstellung des Ausgleichs durch
• den Vorhabenträger auf dem Eingriffsgrundstück
• die Kommune; Flächen- bzw. Maßnahmenbevorratung ("Flächenpool, "Ökokonto")
• private Ausgleichsbevorratung durch Dritte; Handel mit Ökopunkten (USA).

Anhand von Literaturrecherche und Experten-Interviews werden die unterschiedlichen institutionellen Ausgestaltungen dieser Ausgleichsmechanismen auf ihren Beitrag für eine effziente Zielerreichung der Eingriffsregelung analysiert und bewertet. Die Evaluationskriterien werden aus der Institutionenökonomie abgeleitet. Abschließend fließen die Ergebnisse in Empfehlungen für die kommunale Ausgleichspraxis in Deutschland ein.


Beginn: 01/2003 Ende: 03/2006
Dauer: 30 Monate Status: in Durchführung
Betreuer: Prof. Dr. Karin Holm-Müller
Finanzierung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Kooperationen: Prof. Dr. Wolfgang Köck, Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle
BEARBEITER: Sonja Macke

Publikationen

  • Macke, S.: Institutionenökonomische Beurteilung von Ausgleichsmechanismen in der Eingriffsregelung unter Berücksichtigung von Erfahrungen aus den USA, in: Korn, H. und Feit, U. (Bearb.): Treffpunkt Biologische Vielfalt, Bundesamt für Naturschutz, Bonn (in Druck).

Zuletzt geändert: 01.08.2017