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Projektbeschreibung

Ökonomische Bewertung tierischer genetischer Ressourcen – Wie und welche
Erhaltungsmaßnahmen gerechtfertigt werden können


Genetische Ressourcen sind in den letzten Jahrzehnten weltweit geschrumpft und die Dringlichkeit ihre Erhaltung wurde zum Gegenstand vieler Forschungsvorhaben. Dabei bezieht sich die Bedrohung nicht nur auf pflanzliche Ressourcen, sondern auch auf tierische genetische Ressourcen, sei es von wildlebenden Tieren oder von Nutztieren. Laut FAO sind bereits 16% der landwirtschaftlich genutzten Tierrassen ausgestorben und weitere 30%
laufen Gefahr, ebenfalls auszusterben. Das Aussterben der lokalen Nutztierrassen hat vor allem negative Auswirkungen auf die Landwirte, die von den Produkten genau dieser Rassen abhängen. Darüber hinaus ist die Erschöpfung der genetischen Ressourcen irreversibel und somit ein möglicher Nutzen des genetischen Materials in der Zukunft ausgeschlossen.


Ziele:
Diese Arbeit befasst sich mit der Erhaltung des Ostafrikanischen Borana Rindes und mit der ökonomischen Bewertung verschiedener Erhaltungsmaßnahmen.


Beschreibung:
Die Frage, ob und in welchem Maße das Borana Rind überhaupt erhalten werden sollte, stützt sich nicht nur auf den Risikostatus der Rasse und auf die Anzahl und Verbreitung der noch vorhandenen Tiere, sondern auch auf den ökonomischen Wert der Rasse für die Landwirte, sowie auf die Kosten, die bei Erhaltungsmaßnahmen gegebenenfalls entstehen würden. Nur eine für die Landwirte ökonomisch wertvolle Rasse kann als Maßstab für Erhaltungsmaßnahmen dienen. Daher stellt die ökonomische Bewertung den wichtigsten Teil der Arbeit dar. Dabei wir nicht nur der direkte Nutzen der Rasse, sondern auch der indirekte Nutzen mit Hilfe eines Stated Choice Models bewertet. Die Datenanalyse bezieht sich auf Daten, die in Kenia und Äthiopien durch Interviews mit den Landwirten im August 2003 bis Januar 2004 erhoben wurden.


Beginn: 10/2002 Ende: 09/2005
Dauer: 3 Jahre Status: in Durchführung
Betreuer: Prof. Dr. Karin Holm-Müller
Finanzierung: Robert Bosch Stiftung
Bearbeiter: Kerstin Zander, ZEF, Walter-Flex-Str. 3, 53115 Bonn, www.zef.de

Publikationen


Zuletzt geändert: 01.08.2017